{"id":180,"date":"2010-11-19T17:22:16","date_gmt":"2010-11-19T17:22:16","guid":{"rendered":"http:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/?p=180"},"modified":"2017-03-23T20:19:40","modified_gmt":"2017-03-23T18:19:40","slug":"das-marchen-vom-fachkraftemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/das-marchen-vom-fachkraftemangel\/","title":{"rendered":"Das M\u00e4rchen vom Fachkr\u00e4ftemangel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/?p=180\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wissen-agentur.de\/foto-wp-das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-text-620x370.jpg\" width=\"620\" height=\"370\" class=\"alignnone size-medium\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Die deutsche Industrie klagt seit Jahren \u00fcber den Mangel an Fachkr\u00e4ften und vermeintlich fatale Folgen f\u00fcr die Wirtschaft. Forscher haben sich die popul\u00e4re These genauer angeguckt &#8211; und sind zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: <a href=\"https:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/?p=285\"><font color=\"#000080\">Sie ist falsch.<\/font><\/a><\/strong><\/p>\n<p>Die Rechnung der deutschen Industrie geht seit Jahren so: Weil Techniker und Computerexperten fehlen, exportiert die Bundesrepublik weniger als m\u00f6glich. Und die Firmen stellen entsprechend auch weniger einfach qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte ein. Deshalb gef\u00e4hrdet der Mangel an Fachkr\u00e4ften nicht nur den aktuellen Aufschwung, sondern auch langfristig die Entwicklung der Wirtschaft.<\/p>\n<p><strong>Industriearbeitspl\u00e4tze gingen in der Krise verloren<\/strong><br \/>\nSo einpr\u00e4gsam diese g\u00e4ngige Rechnung auch ist: Sie ist falsch, sagen Arbeitsmarktexperten des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW). In ihrem Wochenbericht, der am Dienstag ver\u00f6ffentlicht wird, setzen sich die Forscher mit den Klagen der Arbeitgeberverb\u00e4nde auseinander, die sich in erster Linie auf Umfragen in den Unternehmen st\u00fctzen. Danach fehlen mehr als 60.000 Mathematiker, Informatiker, Techniker und Naturwissenschaftler.<\/p>\n<p>All das sei erstaunlich, weil der Wirtschaftseinbruch die Industrie 2009 &#8222;besonders hart&#8220; getroffen habe und &#8222;der Arbeitsplatzabbau gerade erst zum Stillstand gekommen ist&#8220;, schreibt DIW-Experte Karl Brenke. Im vergangenen August habe die Zahl der Besch\u00e4ftigten in der Industrie um 300.000 unter dem Niveau vor der Krise gelegen.<\/p>\n<p><strong>Kurzfristige Probleme der Befragten<\/strong><br \/>\nDie Umfragen der Arbeitgeber, in denen der Fachkr\u00e4ftemangel festgestellt werde, h\u00e4tten da nur eine begrenzte Aussagekraft. Sie spiegelten allenfalls die kurzfristigen Probleme der jeweils Befragten, schreibt Brenke. Andere Faktoren dagegen lie\u00dfen den klaren Schluss zu, dass von einem grundlegenden Fachkr\u00e4ftemangel keine Rede sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Schon ein Blick auf die Entwicklung der Geh\u00e4lter zeige, dass es kein akutes Problem geben k\u00f6nne. Fachkr\u00e4fte h\u00e4tten bei der Lohnentwicklung nicht besser abgeschnitten als die \u00fcbrigen Arbeitnehmer, das zeige die amtliche Erhebung der Arbeitnehmerverdienste. &#8222;Bei Investitionsg\u00fcterherstellern mussten leitende Angestellte im zweiten Quartal sogar Reallohneinbu\u00dfen hinnehmen&#8220;, schreibt Brenke. Bei Knappheit m\u00fcsste es dagegen eine \u00fcberdurchschnittliche Gehaltssteigerung geben.<\/p>\n<p><strong>Mehr Arbeitslose als offene Stellen<\/strong><br \/>\nAls weiteres Indiz wider die These vom Fachkr\u00e4ftemangel f\u00fchrt Brenke die Arbeitsmarktstatistik an. Demnach waren im M\u00e4rz in fast allen Fertigungsberufen weniger Menschen besch\u00e4ftigt als im Vorjahresmonat. Auch die aktuelle Entwicklung best\u00e4tige den Trend: Dank des Aufschwungs gebe es zwar wieder weniger Arbeitslose, aber in fast allen Berufen noch deutlich mehr als vor der Krise &#8211; und ihre Zahl sei fast \u00fcberall gr\u00f6\u00dfer als die Zahl der offenen Stellen.<\/p>\n<p>Und die Zukunftsaussichten? Ebenfalls gut, befindet Brenke mit Verweis auf die hohe Zahl der Ingenieurstudenten. Speziell das Maschinenbaustudium sei inzwischen nach Betriebswirtschaft das beliebteste Fach. Pro Jahr werden nach der Sch\u00e4tzung des Experten allenfalls rund 9000 Jobs im Maschinenbau frei, weil \u00e4ltere Arbeitnehmer in den Ruhestand gingen. Demgegen\u00fcber machten allein im Wintersemester 2009\/2010 mehr als 23.000 Studenten erfolgreich ihr Examen.<\/p>\n<p><strong>Auch gen\u00fcgend Ingenieure vorhanden<\/strong><br \/>\nDamit w\u00e4re also nicht nur der Ersatzbedarf gedeckt gewesen &#8211; sondern es h\u00e4tten zus\u00e4tzlich acht Prozent mehr Ingenieure eingestellt werden k\u00f6nnen, rechnet Brenke vor. Anzeichen f\u00fcr einen solchen Besch\u00e4ftigungsaufbau gebe es aber nicht.<\/p>\n<p>Auch die betriebliche Ausbildung lasse keinen R\u00fcckschluss auf einen Fachkr\u00e4ftemangel erkennen. F\u00fcr die 53.000 angebotenen Lehrstellen f\u00e4nden sich nur in einigen Dienstleistungsberufen &#8211; bei Klempnern oder B\u00e4ckern &#8211; nicht genug Bewerber. (Artikel ver\u00f6ffentlicht am 16.11.2010)<\/p>\n<p><strong>Zu diesem Thema haben wir einen aktuellen Artikel im M\u00e4rz 2017 und bereits je einen Presseartikel im Jahr 2010 und 2011 ver\u00f6ffentlicht.<\/strong><\/p>\n<p>(Artikel ver\u00f6ffentlicht am: 22.03.2017)<br \/>\n<strong>Aufgedeckt: Arbeitsamt-Analyse entlarvt das M\u00e4rchen vom Fachkr\u00e4ftemangel als dreiste L\u00fcge!<\/strong>  Eine Analyse des Arbeitsamtes zeigt, dass in Deutschland kein fl\u00e4chendeckender Fachkr\u00e4ftemangel existiert. Wer aber hat das M\u00e4rchen in die Welt gesetzt, dass uns Medien und Politik seit Jahren erz\u00e4hlen? Und was hat das mit der Fl\u00fcchtlingskrise und dem Fl\u00fcchtlingswahn zu tun? \u2026 vollst\u00e4ndigen Presseartikel lesen bei WordPress: <strong><a href=\" https:\/\/rettung-fuer-deutschland.de\/blog\/?p=2481\"><font color=\"#000080\"> https:\/\/rettung-fuer-deutschland.de\/blog\/?p=2481<\/font><\/a><\/strong> <\/p>\n<p>(Artikel ver\u00f6ffentlicht am: 21.02.2011)<br \/>\n<strong>Fehlende Hinweise auf Fachkr\u00e4ftemangel \u2013 Das falsche M\u00e4rchen!<\/strong> Die schwarz-gelbe Koalition hat den Fachkr\u00e4ftemangel zum Schl\u00fcsselthema gemacht. Doch eine Anfrage zeigt: Der Bundesregierung fehlen klare Hinweise f\u00fcr eine Verknappung von Arbeitskr\u00e4ften. Pressebericht Fachkr\u00e4ftemangel offenbar nicht hinterfragt: <strong><a href=\"https:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/?p=285\"><font color=\"#000080\">https:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/?p=285<\/font><\/a><\/strong> <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rettung-fuer-deutschland.de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.rettung-fuer-deutschland.de\/Grafik-Logo-RfD-35.jpg\" width=\"35\" height=\"35\" class=\"alignleft\" \/><\/a><strong><a href=\"https:\/\/www.rettung-fuer-deutschland.de\" title=\"RFD Rettung f\u00fcr Deutschland\"><font color=\"#000080\">RfD Rettung f\u00fcr Deutschland<\/font><\/a><\/strong> &#8211; <a href=\"https:\/\/www.50-erfolgsgrundlagen.de\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.50-erfolgsgrundlagen.de\/Grafik-WP-Buch-Titelseite-H100.jpg\" width=\"71\" height=\"100\" class=\"alignright\" \/><\/a>Mehr von Autor Uwe Melzer lesen Sie im Buch Wirtschaftshandbuch &#038; Ratgeber f\u00fcr den beruflichen Alltag mit dem Titel: <strong><a href=\"https:\/\/www.50-erfolgsgrundlagen.de\/\"><font color=\"#000080\">50 biblische Erfolgsgrundlagen im Gesch\u00e4ftsleben.<\/font><\/a><\/strong> Dieses Buch\/eBook ist erschienen im <strong><a href=\"https:\/\/www.epubli.de\/shop\/autor\/Uwe-Melzer\/2518\"><font color=\"#000080\">epubli-Verlag unter Buch-ISBN: 978-3-8442-2969-1 und eBook\/ePUB-ISBN: 978-3-8442-0365-3.<\/font><\/a><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wissen-agentur.de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wissen-agentur.de\/Grafik-Logo-Wissen-WP.jpg\" alt=\"WISSEN Agentur\" width=\"308\" height=\"89\" class=\"alignleft\" \/><\/a>E-Mail: <a href=\"mailto:info@wissen-agentur.de\"><font color=\"#000080\">info@wissen-agentur.de<\/font><\/a><br \/>\nInternet: <a href=\"https:\/\/www.wissen-agentur.de\"><font color=\"#000080\">www.wissen-agentur.de<\/font><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/twitter.com\/share\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/?p=180\" data-text=\"Das #M\u00e4rchen vom #Fachkr\u00e4ftemangel:\">Twittern<\/a><script>!function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s)[0];if(!d.getElementById(id)){js=d.createElement(s);js.id=id;js.src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\";fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}}(document,\"script\",\"twitter-wjs\");<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/apis.google.com\/js\/plusone.js\"> {lang: 'de'} <\/script><g:plusone><\/g:plusone><\/p>\n<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><script src=\"https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/all.js#appId=1353372024723791&amp;xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/wissen-agentur.de\/blog\/?p=180\" send=\"true\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\"><\/fb:like><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das M\u00e4rchen vom Fachkr\u00e4ftemangel! 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